«Was du nicht siehst» ist ein interaktiver Erfahrungs- und Reflexionsraum. An verschiedenen Mitmach-Posten erleben die Teilnehmenden, wie Wahrnehmung funktioniert: was wir sehen, ergänzen oder übersehen – und wie schnell aus Wahrnehmungen Bewertungen und Zuschreibungen entstehen können. Der Parcours verbindet Sensibilisierung und Empowerment. Er lädt dazu ein, eigene Wahrnehmungs- und Denkmuster zu reflektieren, ohne über Schuld oder Belehrung einzusteigen. Gleichzeitig stärkt er Menschen, die Zuschreibungen und Rassismus erleben, indem Erfahrungen benennbar und damit besprechbar werden. Die Stationen führen von Wahrnehmung und Perspektivwechsel über Sprache und Begriffe bis zu Zuschreibungen, Zugehörigkeit und Mehrfachverwurzelung. Wir beginnen bewusst nicht bei Erklärungen zu Rassismus, sondern bei der eigenen Wahrnehmung. So wird eine rassismussensible und antirassistische Haltung nicht nur vermittelt, sondern erfahrbar.